Kurt

 

  118B KURT
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 

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Kurt war wohl das ärmste Wesen, das wir je aus dem Illatos geholt haben.

Er war instabil auf den Beinen und litt unter einer Hauterkrankung. Sein Alter ließ sich nur schätzen, Kurt war auf jeden Fall schon recht betagt. Gabriella päppelte ihn und behandelte seine Haut. Das Baden genoss Kurti sichtlich.

Für Kurti hatten wir die Zusage für eine private Pflegestelle, aber leider sprang diese unmittelbar ab, als Kurti bereits auf dem Weg nach Deutschland war. So musste Kurti zunächst auf einem Notplatz eines Tierschutzvereins untergebracht werden.

Als Kurti dann ankam, waren wir sehr geschockt, denn Kurt sah in Natura weit schlimmer aus als erwartet.
Als Kurti aus der Transportbox kam, konnte er nur kreiseln, er hatte einen Zwingerkoller. Seine Haut wies immer noch arge Läsionen auf. Wie sich später feststellen ließ, litt er unter einer Futtermittelallergie und seine Sehkraft war stark eingeschränkt. Eine ganz arme Seele, die es noch nie im Leben gut hatte!

Der Zwischenbericht der Tierschützer:
"Kurt bricht einem das Herz. Er ist mit Sicherheit sehr alt, und er ist mit Sicherheit ein bisschen senil.

Abends schläft er in seinem Körbchen im beheizten Innenzwinger und das genießt er. Er ist wahrscheinlich nicht stubenrein, denn er macht dahin wo er gerade muss. Der Ungarncheck ist negativ, er hat nichts. Das Blutbild zeigt erhöhte Leberwerte, die von der Futtermittelallergie stammen können. Er geht gerne Gassi. Im Freilauf liegt er nie ruhig, er läuft und läuft, aber nicht mehr im Kreis, Gott sei Dank. Ruhe findet er seltsamerweise im Auto, dort liegt er gleich auf der Decke und schläft.
Er ist eine der ärmsten Seelen, die ich kenne. Auch wenn er nicht mehr alles mitbekommt, morgens muss man ihn wecken, so merkt er sofort, wenn es Leckerlis gibt, inzwischen ja nur noch Fleichwurst, was anderes darf er ja nicht.
Ein Lebertumor konnte nicht gefunden werden, puh."

Auf einen Hilferuf im Netz geschah dann das Wunder: Eine liebe Frau, die schon vielen Notnasen geholfen hat, wollte Kurti bei sich aufnehmen. So fand der liebe arme Bube noch ein wunderbares Zuhause bei Alex, der wir unendlich dankbar sind!

Der erste Bericht von Alex:
"So, die erste Nacht haben wir super überstanden und Opi- Kurti ist einfach nur süüüüüüüüüüüüß. Sein Blick läßt einen dahinschmelzen Mit seinen Hundefreunden klappt es spitzenmäßig und den Garten findet er ganz, ganz toll
Im Haus ist er noch sehr unruhig, und es ist wirklich wie in seiner Beschreibung, er läuft und läuft. Jetzt habe ich ihm ein eigenes kleines Zimmer fertig gemacht und dort findet er seine nötige Ruhe und macht dort zwischendurch immer eine Pause. Aber ich denke, das mit dem "Zwangsverhalten" laufen, wird sich von ganz alleine geben, wenn er richtig angekommen ist.
Ich muß höllisch aufpassen, denn er ist ein kleiner Vielfraß und Dieb!!!!!!!!!! Und alles Eßbare muß man in mind 1,20 m höhe lagern. Ansonsten ist er wirklich ein Öpi und tapselt alt, schlecht sehend und hörend aber zuckersüß durch die Welt
ja so sind se die Opis...... "

Kurti wurde in einer Klinik gecheckt. Die Ergebnisse: Leberwerte am 14.11 einen Wert von 194 und heute hat er einen Wert von 276. Keine Tumore an der Leber, die Gallenblase ist vergrößert, was aber nicht weiter schlimm ist.. Er hat ein stark neurologisches Problem, das vom Kopf her kommt, daher auch sein Kreiseln. Man tippt auf Staupe,Unfall oder einen heftigen Schlag auf dem Kopf....Er bekommt nun andere Tabletten für seine Leber und ansonsten kann man ihn wirklich nur laufen lassen.

Kurti war ein alter, kranker Hund, aber er liebte sein Frauchen über alles, und er kam auch mit seinen viebeinigen

Kameraden gut zurecht.

Dann erreichte uns die traurige Nachricht:

"Ich mußte unseren Öpi Kurt heute über die Regenbogenbrücke gehen lassen . Es zerreißt mir das Herz.
Er hat heute Nacht nur gekrampft und wohl einen neuen Schlaganfall erlitten, heute früh hatte er keine Kraft mehr zu kämpfen und ich mußte ihn gehen lassen. Es tut soo weh, ich hätte ihm so sehr noch ein wenig mehr Zeit geschenkt , das Leben ist so ungerecht. Ich werde ihn nie vergessen und immer in meinem Herzen tragen, den kleinen Öpi Kurt. Alex und Bande "

Auch wir werden diesen besonderen Hund niemals vergessen! Wir sind überglücklich, dass Kurti zumindest in seinen letzten Monaten zum ersten Mal in seinem Leben Liebe und Geborgenheit kennen lernen durfte.


Lieber Kurti, für viele warst du nur ein alter, kranker und wertloser Hund. Für uns warst du das nicht!!!

Lebe nun wohl jenseits der Regenbogenbrücke!