FLEUR

Es ist mittags gegen 12.00 Uhr. Während in und um Budapest die Menschen ihrer Arbeit nachgehen, die Touristen sich die Stadt ansehen, hört das Herz der 2-jährigen Fleur auf zu schlagen. Obwohl der Morgen nicht anders begonnen hat, als jeder Morgen der letzten 14 Tage, als sie eingefangen wurde und im Illatosut landete, in der Tötungsstation von Budapest. Erst als sie in das Zimmer geführt wurde, in dem es so medizinisch roch, wusste sie, dass etwas anders war, und als sie die Spritze bekam, wurde sie so müde. Sie träumte von ihrer Freiheit und dachte, wenn sie aufwacht, ist sie wieder draußen. Aber Fleur wachte nicht wieder auf, Fleur ist tot.

Fleur, so hatten Tierfreunde sie genannt, ahnte bis zum Schluss nicht, dass in Deutschland ein paar wenige Menschen für sie kämpften, ein paar Menschen verzweifelt einen Platz für sie suchten, aber nicht fanden. Sie ahnte nichts von der Trauer dieser Menschen und dass sie still um sie weinten, als sie wussten dass sie es nicht geschafft hatte.

Fleur ist tot, und viele ihrer Artgenossen sind mit ihr gestorben. Nicht weil sie krank, alt oder aggressiv waren, sondern weil sie zuviel waren. Der Leiter des Illatosuts ist kein Unmensch, aber wenn die Tötungsstation voll ist, meistens im Sommer, dann hat er keine andere Wahl. Nach Termin wird getötet, auch wenn viele der Tiere noch Junghunde sind.

Ganz extrem gefährdet sind jedoch besonders alte Hunde, kranke und solche, die schon lange einsitzen. Auch Hunde, die nicht "kommunizieren" sind in großer Gefahr. Manche geben sich auch einfach auf.

Ungarische Organisationen versuchen zu helfen, wo sie können, aber das reicht leider nicht aus. Auch wir möchten helfen und dafür hat sich ein Freundeskreis gebildet, der Hunde aus der Tötungsstation herausholt, wenn ihr Termin abgelaufen ist und in sichere Zimmer in einer Hundepension bringt, wo sie ihre Quarantänezeit verbringen und dann nach Deutschland gebracht werden. Dort werden sie vermittelt oder an Tierheime zur Vermittlung abgegeben und haben erstmals die Chance, ein normales Hundeleben führen zu dürfen.

In Gedenken an die vielen Hunde, die bereits gegangen sind, hier stellvertretend die Bilder von einigen, die den Illatosut aus verschiedenen Gründen (Überfüllung, Alter, Krankheit, Verhalten) nicht mehr lebend verlassen konnten. Namen besaßen nur wenige, aber vergessen können wir sie trotzdem alle nicht.

            

Zum Vergrößern Collage anklicken.

 

Diesen Hunden konnten wir nicht mehr helfen,

sie wurden getötet.

Wir befürchten, dass die unangekündigten Tötungen fortgesetzt werden.

Die Station Illatosut ist weiterhin überfüllt.

Siehe auch: Nachdenkliches

                                            

Illatos im Juli 2008

  

 

   Gerettete Hunde, die leider gestorben sind:

                                      (Bitte die Bilder anklicken!)

Rex

Frici

Perek

Radio

Athos

Pirato

Akito

Tyereskova (Kitty)

Router

Aspirin (Noci)

Rocky

Streep

Logica

Gömbi2

Radir

Nino (Tina)

Maszat (Mia)

Kurt

Oldie

Filemon

Tupoljev (Tobi)

Limbo (Luna)

   

REST IN PEACE, HEALTH AND FREEDOM! WE WILL NEVER FORGET YOU!